Montag, 29. Oktober 2012

Unvergessen


Manuel


1986 - 2009

Sonntag, 21. Oktober 2012

"Kommt, wir woll'n Laterne laufen

macht schnell eure Staben an!"
So dichtet die Liese, die gleich verstanden hat, dass das mit den Kerzen nicht mehr so ganz up to date ist. *gg* Naja, und die richtige Pluralform lernt sie auch noch irgendwann.
Die Kinder hatten jedenfalls unheimlichen Spaß am Laternenbasteln.
Die Liese fand Kleistern und Falten wunderbar, der Große eher weniger, der hat sich mehr dafür interessiert, mit dem Zirkel die richtige Größe der Pilzpunkte herauszufinden...
Gesehen hatten wir den Pilzballon im Netz, zur Umsetzung wurde die ganze Familie eingespannt:
Papa musste die richtige Schirmgröße herausfinden und formen, die Patentante hat das Gesicht entworfen und digitalisiert und Mama durfte bei allem sehen, dass es zusammenpasst und solche "ekligen" Sachen wie Kleistern unterstützen. ;-)
Die Liese hatte sich in eine Eule aus dem Lieblingslaternenbuch verguckt und diese dann nach ihren Ideen umgesetzt. Ich bin wirklich beeindruckt, wie gut sie mit 3,5 Jahren falten und kleben kann. Bei machen Sachen habe ich geholfen, z.B. die Füße oder Schnabel auszuschneiden oder alles an die richtigen Stellen zu kleben. Aber das meiste hat sie wirklich ganz allein gemacht. Oft war der Kleber auch schon auf dem Ballon, bevor ich überhaupt alles bereit gelegt hatte...
Natürlich mussten wir gleich ausprobieren, ob die Werke draußen genauso schön sind wie drinnen:



Na klar - draußen war es viel, viel schöner. Vor allem, wenn man abends um halb sieben immer noch keine Jacke braucht!
Was für ein schöner Herbst!

Freitag, 19. Oktober 2012

Geben

Ein Vorfall gestern hat mich ins Grübeln gebracht.
Ich blogge nicht viel, zeige euch nicht dauernd neue, spannende Dinge und neue Schnitte habe ich schon gar nicht zu bieten. Gerne lese ich das bei euch nach, lasse mich inspirieren und hole mir auch Tipps.
Die Kleinigkeiten, die dann doch auf meinen Mist wachsen, teile ich gerne mit euch.
Ich bilde mir ein, so bleibt alles irgendwie im Fluss. Hier nehme ich, dort gebe ich.
Schwierig wird es, wenn nur noch genommen wird. Keiner mehr gibt, jeder sich bezahlen lassen will.
Ihr habt es vermutlich längst gelesen, was mich aktuell gerade beschäftigt.
Was kann man noch einfach so geben, ohne dass es ausgenutzt wird?
Natürlich, wenn man etwas ins Netz stellt, muss man immer davon ausgehen, dass andere damit etwas machen, von dem man enttäuscht ist. Ich war letztes Jahr auch nicht begeistert, als ich eine Anleitung für Coolpacks ins Forum stellte und eine der Mitglieder dort kurz darauf die genähten Ergebnisse davon in ihrem Shop anbot - natürlich ohne Verweis auf die Quelle... Was da gestern passiert ist, ist natürlich noch viel heftiger.
Ich finde es super, dass Melinella dazu sagt, von so etwas würde sie sich ihre kreative Laune nicht verderben lassen.
Und so will auch ich euch heute etwas schenken - völlig frei und kostenlos. Nur bitte - verkauft es nicht. *gg*
Ein Dinkelmäuschen. Passend zur kommenden Jahreszeit.
Meine Kinder fordern sie manchmal jeden Abend ein - zum Füße oder Bäuchlein wärmen.
Meine Anleitung ist übrigens auch schon drei Jahre alt und wurde für andere nähbegeisterte Mütter geschrieben. Beim Schnellgoogeln habe ich jetzt auch keine andere Anleitung gefunden. Dank Kirsten habe ich jetzt auch wirklich einen Download für euch. ;-)



Aber ich muss zugeben, auch ich lasse mich gerne bezahlen. Mit lieben Worten, verbalen Streicheleinheiten.
Denn wenn eine Anleitung von mir über 1000x aufgerufen, aber nur 4x kommentiert wird, finde ich das auch ein bisschen schade.
Geben ist eben immer ein bisschen beiderseits, gell? ;-)

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Die kleinsten Bauern

haben die größten Kartoffeln.
Alte Bauernregel. Wusstet ihr noch nicht?
Ich gebe zu, ich war auch etwas erstaunt, als die Liese "ihre" Kartoffel aus der Erde zog.
Die Erntezeit in unserem Garten ist nun vorbei (nur der Winterapfel trägt noch). Und so haben wir am Wochenende unser eigenes kleines Erntedankfest gefeiert.
Zum Abendessen gab es Mais und Kartoffeln mit Butter und Salz. Mit Schale. Ganz Bio. Nur mit dem eigenen Kompost gedüngt.


Hier ist unsere kleine Ausbeute. "Seinen" großen Kolben hat unser Großer gleich in Sicherheit gebracht, nachdem die Kinder festgestellt haben, dass die auch roh unheimlich lecker sind... *gg*
Die Bohnen sind die allerletzten Reste und ich hoffe, wir können aus den Samen neue ziehen.


Nun zu unserem kleinesten Bauern:
Ich habe in meinem Leben noch nie so eine große Kartoffel gesehen. Und das will was heißen, denn als Studentin habe ich in einem Grillrestaurant gejobbt und durfte unter anderem die riesigen Grillkartoffeln wickeln...
Unsere gesamte Ausbeute war ein guter Topf voll. Und das alles war der Ertrag von vier stinknormalen Kartöffelchen (die fünfte hat sich verzupft, da haben wir nicht mal die Mutterkartoffeln wiedergefunden - hat scheinbar jemand anderem gemundet. *g*)

Wir haben es uns jedenfalls auch gut schmecken lassen. Und man merkte den Kindern an, dass auch sie das Essen als etwas ganz besonderes empfunden haben. Sie fanden es nur sehr bedauerlich, nun ein Jahr auf die nächste Ernte warten zu müssen...
Ich ehrlich gesagt auch!

Sonntag, 7. Oktober 2012

Gute Nacht, Lena!

Hach, ich schwelge weiter in Babysachen. Ich hoffe, ihr ertragt das noch. ;-)
Manchmal bin ich ganz wehmütig, denke an meine beiden, als sie klein waren und wünschte, ich hätte damals all das gewusst und gekonnt, was ich jetzt so kann. Aber vermutlich sage ich das in ein paar Jahren auch wieder... *g*
Immerhin habe ich meiner Jüngsten einen MeiTai genäht und das war neben der Puppennäherei der große Schritt zurück an die Nähmaschine.

Nun aber wieder zu Lena.
Meine Freundin hatte sich noch einen Schlafsack bestellt. Naja, eigentlich nicht bestellt, denn bis vorgestern hätte sie nicht gedacht, dass ich das könnte. ;-) Aber sie hat sich über ihren Mangel an warmen Schlafsäcken beklagt.
Also habe ich mich belesen, einen Schnitt gesucht und mich schließlich für den Puppenschlafsack von Frau Hamburger Liebe entschieden. Mit anderen Schnitten habe ich auch geliebäugelt, aber ich habe immer einen einfachen Reißverschluss vorne am Kind bevorzugt, also möchte ich nur so etwas verschenken.
Natürlich passt ein Neugeborenes nicht in den Sack. Aber wenn man den Schnitt etwas anpasst, sollte das schon gehen. Lena mit ihren 56cm passt jedenfalls gut hinein und wollte sich gar nicht trennen.


Wie gut, dass die Liese nicht da war, die hätte auch noch laut protestieren können...
Gefüttert habe ich den Sack mit einer Bettdecke - hach, ist der nun schmuselig, wie die Liese sagen würde...
Den Außenstoff habe ich wieder dem Geburtstermin etwas angepasst und innen ist er mit kuscheligem Sanetta-Jersey gefüttert. Auch die Einfassstreifen habe ich aus Jersey gemacht, damit es schön weich an der zarten Babyhaut ist.


Aber die Reißverschlussvariante der Anleitung konnte ich nicht umsetzen. Ob das nun am dicken Futter oder der mangelnden Übung lag? Während ich jedenfalls noch zog und probierte, gab der Reißverschluss seinen Geist auf. Der war schon geerbt und hatte offensichtlich zu viele Jahre auf dem Zipper... Und trotz allem Ärger dachte ich nur: Wie gut, dass das Ding noch nicht zusammengenäht ist und es nicht meiner Freundin nachts um 3 beim Windelwechseln passiert...
Ich bin jedenfalls ganz verliebt und bin gespannt, wie er gefällt. Dass er fertig ist, weiß die Familie schon und freut sich darauf.
Aber nun bin ich doch erstmal fertig.
Ich würde sagen, das Kind ist ausgestattet. ;-)

Freitag, 5. Oktober 2012

Kuschelstunden

Ja, der Herbst ist nun wirklich da. Zeit für kuschelige Stunden.
Für die Liese gab es daher einen Reh-Kuschelpulli aus Sweat vom letzten Stoffmarkt. Der ist so schmusig, dass ich das arme Kind dauernd drücken muss, wenn es den Pulli trägt. *gg*
Außerdem kam meines neues Spielzeug zum Einsatz: Wir können jetzt auch Glitzer! Jawohl!



 Leider hat der Stoff ein Eigenleben und zieht und flieht wie er will. Eigentlich ist alles gerade geworden, aber am Kind wirkt es dann wieder nicht so. Aber die Liese kann eh nie still und gerade stehen. Das macht das Dauerdrücken auch so schwierig... ;-)
Jedenfalls liebt das Kind den Pulli heiß und innig und gibt ihn nur ungern in die Wäsche (sieht man ja auch auf den Bildern, ich konnte sie erst nach dem Kindergarten ablichten).
Für den Großen liegt der Stoff hier auch nochmal - in Türkis. Aber ich drück mich noch ein bisschen, so richtig lustig war das Verarbeiten nicht. Obwohl - dann habe ich zwei Kuschelkinder... *gg*

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Tutorial: Kuschelanzug als Wendeoverall

Ihr wisst es ja - ich bin im Babybenähungswahn. Der Geburtstermin bei meiner Freundin rückt näher und noch fehlt das eine oder andere. Zum Beispiel ein leichterer Anzug für die erste Zeit. 
Ich wollte ihr gerne den Kuschelanzug aus der neuen Zwergenverpackung nähen. Allerdings habe ich bei der Anleitung etwas gestutzt, dass es innenliegende Nähte gibt, obwohl der Anzug komplett gefüttert wird. 
Ich habe etwas bei Mirakado gelinst, ältere Ottobres durchgeblättert und gaaaanz viel gesteckt und probiert und schließlich eine Wendevariante gefunden. 
Und in weiser Voraussicht habe ich Fotos für euch gemacht. ;-)



Als erstes schneidet ihr alle Teile zu und näht jeden Overall einzeln  zusammen bis auf die Beinnaht.


Dann legt ihr beide Overalls rechts auf rechts aufeinander und näht die offenen Kanten der Verschlussleiste aneinander (hier noch gesteckt). Beide Overalls sind nun verbunden.
Jetzt wird der Schritt des Futters geschlossen. Hier muss man aufpassen: die Verschlussleiste muss sich leicht überlappen und genau dieser Teil des Oberstoffs wird auch beim Futter schon mit zugenäht.


Nochmal genauer: Oberstoff, überschlagen und mit ins Futter gefasst.



 Mit dem Schritt des Oberstoffs verfahrt ihr genauso. Ich habe beim Stecken das Futter mit weggesteckt, damit auch wirklich nur der kleine Teil im Schritt mitgenäht wird.


Nun werden die Ärmel und Beine geschlossen. Ich habe mich dafür entschieden, Bündchen mit anzunähen, da ich die Öffnungen sehr weit fand. Auch mit Bündchen sind die Beinchen etwas weit, ich glaube, da mache ich den Schnitt nächstes Mal einfach etwas schmaler unten. ;-)
Als erstes näht ihr einfach wie gewoht alle Bündchen an den Oberstoff. 


Dann legt ihr den Overall wieder wie im ersten Bild: rechts auf rechts aufeinander.
Die Öffnungen der Ärmel und Beine werden rechts auf rechts aufeinandergestckt. Stellt euch einfach vor, ihr stellt zwei Gläser mit den Öffnungen aufeinander. Das Bündchen stört dabei nicht, es steckt im Oberstoff.
Dann näht ihr alles zusammen.



Na, das sieht doch sauber aus!


Wir sind fast fertig. Die Kapuze habe ich anfangs offen gelassen, so bleibt mehr Platz, wenn man ab und an wendet. Nun schließt ihr sie bis auf  eine Wendeöffnung.


Wenden und die Öffnung schließen. Ich mache das immer mit Matratzenstich, das ist einfach sauberer, auch wenn es etwas Zeit kostet.
Dann steppt ihr rund herum ab.


Nun fehlen noch die Knöpfe (ihr ignoriert einfach mal, dass mir da was aus der Reihe getanzt ist. Das war wieder mal typisch "Ich mach das nur schnell, dann komme ich!"). Dafür habe ich auch eine simple Technik: Ich setze den obersten und untersten, messe dazwischen aus und setze dann die Knöpfe im ästhetischen Abstand. ;-)


Das Model wird zur Anprobe gebeten...



Und einmal wenden, bitte...


Ist doch gar nicht so schwer, oder?
Mir gefällt vor allem der Löwe, der kurz überm Windelpo thront. Dazu muss ich euch auch noch etwas erzählen - ein anderes Mal. ;-)